Gebäudeenergieausweis
Ab 2008 werden Energieausweise auch bei Verkauf und Vermietung von bestehenden Gebäuden Pflicht (Energieeinsparverordnung EnEV 2007). Wofür braucht man den Gebäudeenergieausweis? Welche Handwerker dürfen ihn ausstellen? Worauf müssen Kunden achten?
Wofür braucht man den Gebäudeenergieausweis?Gebäudeenergieausweise informieren Mieter und Käufer über den Energieverbrauch und die energetische Qualität von Gebäuden und schaffen Vergleichbarkeit. Bereits seit 2002 ist der Gebäudeenergieausweis für Neubauten Pflicht. Ab 2008 wird diese Pflicht schrittweise auf bestehende Gebäude ausgeweitet. Jeder Eigentümer, der seine Immobilie verkaufen, vermieten, verpachten oder verleasen will, muss dann einem Käufer oder Mieter einen Energieausweis vorlegen können. |
Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?Auf freiwilliger Basis können ab sofort Gebäudeenergieausweise beauftragt werden. Dabei bestand bis 1. Oktober 2008 für alle Gebäude die Wahl zwischen bedarfs- und verbrauchsbasierten Energieausweisen. Bedarfsausweis wird der Energiebedarf eines Gebäudes über die Analyse der Bausubstanz sowie der Heizungs- und Klimaanlagen ermittelt. Er bildet den Energiebedarf unabhängig von den Verbrauchsgewohnheiten der Bewohner ab. Jetzt kann nur noch der Verbrauchsausweis beantragt und ausgestellt werden. Er gibt den tatsächlichen Energieverbrauch der drei vorangegangenen Kalenderjahre an und wird lediglich um witterungsbedingte Einflüsse bereinigt. Hier spiegeln sich vor allem die Verbrauchsgewohnheiten der Bewohner wider, über die energetische Qualität des Gebäudes und der Anlagen sagt er wenig aus. |
Wer darf den Gebäudeenergieausweis ausstellen?Energieausweise dürfen ausschließlich von Fachleuten ausgestellt werden. Dazu zählen neben Architekten, bestimmten Ingenieurberufen und Technikern im Baubereich auch Handwerker aus den Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Handwerken sowie des Schornsteinfegerwesens. Sie alle müssen vertiefte Kenntnisse im Bereich der energetischen Gebäudesanierung nachweisen. Im Handwerk kann das zum Beispiel eine Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater sein. Diese Handwerker finden Sie hier: Gebäudenergieberater. |




